Gründungsgeschichte

Henri Chaumont – der Gründer

Die Laiengemeinschaft des heiligen Franz von Sales ist keine Stiftung des Heiligen selbst. Sie geht auf Henri Chaumont (1836 -1896) zurück, der sein Priesterleben der Aufgabe widmete, die Spiritualität des Franz von Sales für das Leben der Laien fruchtbar zu machen.

Von Anfang an weihte der Stifter seine Gründung dem Heiligen Geist: „Die größte Gnade eurer Berufung liegt darin, dass ihr euch durchdringen lasst vom Geiste Jesu, um ihn in der Welt auszustrahlen“. So ist Pfingsten das Fest der Gemeinschaft geworden. Da die von Chaumont ins Auge gefasste Gemeinschaft für Laien bestimmt war, sollte sie auch von Laien ausgehen.

Als erste Gemeinschaft gründete er eine reine Frauengemeinschaft, weil er die große Bedeutung der Frauen in der familiären religiösen Erziehung erkannt hatte. In Frau Caroline Carré de Malberg (1829 – 1891) fand er eine Persönlichkeit, deren ausgezeichnete Charaktereigenschaften sie zur Gründerin und ersten Leiterin der Gemeinschaft befähigten. Am 15. Oktober 1872 fand in einer kleinen Dachkammer in der Rue de Cassette in Paris mit drei verheirateten Frauen das erste Treffen der künftigen Gemeinschaft statt. Sie waren entschlossen, ihre persönliche Heiligung mit einer apostolischen Ausstrahlung zu verbinden, um so dem Herrn besser zu dienen. Die kleine Gründungsgruppe wuchs sehr rasch und überschritt schon bald die Grenzen Frankreichs. 1876 rief Henri Chaumont auch eine Männergemeinschaft ins Leben, die „Söhne des hl. Franz von Sales“, deren Aufgabe es ebenfalls ist, inmitten der Welt ein christliches Zeugnis zu geben.

Anerkennung durch Papst Pius X.

Am 26. April 1911 wurden die Konstitutionen der „Société des filles de Saint François de Sales“ durch ein Dekret Papst Pius X. gutgeheißen und die Gemeinschaft als eine „Pia unio“ (fromme Vereinigung) päpstlichen Rechts anerkannt. Die Zentrale der Gemeinschaft hat ihren Sitz in Paris.

Mission

In der Gemeinschaft des heiligen Franz von Sales entwickelten Frauen den Wunsch, heidnische Frauen zu missionieren. Das entsprach auch dem Wunsch des Stifters, Père Chaumont, und so wurden sie von ihm nach Indien entsandt. Auf Grund der örtlichen Bedingungen entwickelte sich eine ordensähnliche Gemeinschaft, die 1968 von Rom approbiert wurde: die Missions-Salesianerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Mariens (Salésiennes Missionnaires de Marie Immaculée – S.M.M.I.) . Im deutschsprachigen Raum haben sie keine Niederlassung.

Heutige Struktur

Seit dem 25. März 1994 hat unsere Gemeinschaft folgende Struktur:

Laienzweig

Der Laienzweig wird zur „Gemeinschaft des heiligen Franz von Sales“, dem Päpstlichen Rat für Laien zugehörig, und geregelt durch Statuten.

Geweihte Frauen

Der Zweig der geweihten Frauen – die „Missions-Salesianerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Mariens“ (Salésiennes Missionnaires de Marie Immaculée – S.M.M.I.) – wird der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und Gemeinschaften apostolischen Lebens zugehörig und geregelt durch Konstitutionen.

„Gesellschaft der Töchter des heiligen Franz von Sales“.

Beide Zweige gemeinsam bilden die „Gesellschaft der Töchter des heiligen Franz von Sales“. Es gibt auch Gruppen mit „Söhnen des hl. Franz von Sales“, aber bisher nicht im deutschsprachigen Raum.

Mehr zur Gemeinschaft

Persönlicher Kontakt

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